Arztpraxis Jens Keisinger
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Alternative Behandlung der Schilddrüse

Eine Störung der Schilddrüse ist mit vielen unangenehmen Beschwerden verbunden. Die häufigsten Störungen sind eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse. In der klassischen Behandlung spielen die Referenzwerte eine große Rolle. Diese Referenzwerte helfen dem Arzt oder der Ärztin, die Schilddrüse richtig einzustellen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Referenzwerte nicht alleine ausschlaggebend für eine gute Therapie sind. Vielmehr hat es sich als erfolgreich erwiesen, alle Hormone im Zusammenhang zu berücksichtigen und besonders die einzelnen und individuellen Symptome der Patienten und Patientinnen zu betrachten. Im Rahmen unserer Therapie geht es nicht darum, die Referenzwerte „gut“ einzustellen, sondern vor allem die spezifischen Symptome mit zu berücksichtigen.

Bei der Behandlung der Schilddrüse spielen die Symptome eine übergeordnete Rolle.

Die Aufgaben der Schilddrüse sind sehr vielfältig.
Übergeordnet ist die Schilddrüse der Motor unseres Körpers. Sie produziert Energie und entscheidet, wie viel Energie zur Verfügung gestellt werden soll. So hat die Schilddrüse u. a. Einfluss auf unseren Schlafrhythmus, unsere Leistungsfähigkeit, aber auch auf Haut, Haare,

 Nägel und unsere Psyche. Daher merken Sie recht schnell und auf unangenehme Weise, wenn Ihre Schilddrüse nicht mehr richtig arbeitet.
Typische Symptome einer Störung der Schilddrüse:

· Gewichtszunahme      
· Geschwollene Augen     
· Veränderte Stimmung    
· Veränderung der Libido 
· Verstopfung          
· Durchblutungsstörungen   
· raue trockene Haut    
· Zyklusstörungen  
· Blutdruckschwankungen
· Krämpfe
· Haarausfall
· Abneigung gegen Kälte

Bei der klassischen Bestimmung der Schilddrüsenwerte werden das TSH (Thyroidea-stimulierendes Hormon) und das fT4 (Tetraiodthyroxin) bestimmt.

fT4 steht für freies T4. Die Schilddrüsenhormone liegen in unserem Körper zum größten Teil gebunden vor und werden nur dann freigesetzt, wenn sie benötigt werden. Nur in ihrer freien Form sind Schilddrüsenhormone aktiv. Daher sollten auch immer die freien Schilddrüsenhormone fT4 und fT3 gemessen werden.

Die Bildung der Schilddrüsenhormone ist ein ziemlich spannender und komplexer Vorgang.

Die Bildung der Schilddrüsenhormone wird über einen komplexen Regelkreis kontrolliert.
Die Hypophyse im Gehirn setzt TSH frei. Dies wirkt anregend auf die Schilddrüse und sie beginnt T4 zu produzieren. T4 ist das Speicherhormon der Schilddrüse. Um die Schilddrüsenhormone herzustellen, braucht die Schilddrüse außerdem Jod. Daher hat ein Jodmangel gravierende Folgen.

Auch in Deutschland leiden viele Menschen unter einem Jodmangel, der die Funktion der Schilddrüse beeinflusst. Da bei der Bildung der Schilddrüsenhormone auch selenhaltige Enzyme arbeiten, besteht die Möglichkeit, dass sich ein Selenmangel ebenso auf die Funktion der Schilddrüse auswirkt.

Das fT4 wird je nach Bedarf in fT3 umgebaut − dies ist die Form, die der Körper braucht bzw. nutzen kann.

Ist ausreichend T4 oder T3 vorhanden, gibt es über das negative Feedback eine Information an das Gehirn und der TSH-Spiegel sinkt. Gibt es zu wenig T4, steigt der TSH-Spiegel, da er die Schilddrüse stärker stimulieren möchte, damit sie mehr Hormone produziert. Dies ist eine sehr vereinfachte Darstellung des negativen Feedback-Mechanismus, der Ihnen veranschaulichen soll, wie komplex die Regulation der Schilddrüse verläuft. Zudem wird durch die Darstellung deutlich, dass es sehr unterschiedliche Vorgänge gibt, die gestört sein können und so zu einer Störung der Schilddrüse führen.

Häufig wird über die beiden Parameter TSH und fT4 die Schilddrüse eingestellt. Dies ist insofern problematisch, als Grund dafür, dass zu wenige Schilddrüsenhormone gebildet werden, an unterschiedlichen Stellen liegen kann. Es kann sein, dass zwar genügend T4 hergestellt wird, es aber dennoch zu Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion kommt. Dies liegt an einer Konversionsstörung. Es kommt gar nicht selten vor, dass auf Grund eines Jodmangels oder einer anderen Störung der Körper das T4 nicht in die aktive Form des T3 umwandeln kann.

Bei einer Konversionsstörung sind Normwerte für fT4 und TSH messbar,
obwohl kaum oder zu wenig fT3 gebildet wird.

In der Folge kommt es zu Beschwerden, die mit den klassischen Parametern nicht erklärt werden können. Daher ist es sehr sinnvoll, auch immer das fT3 zu messen. Passiert dies nicht, können Ihre Schilddrüsenwerte scheinbar in Ordnung sein und Sie leiden dennoch unter Symptomen.

Eine weitere häufige Störung ist die Umwandlung in das reverse T3. Dabei wird eine Form des T3 gebildet, die inaktiv ist. Hier würde bei einer klassischen Untersuchung ein T3-Wert im Normbereich auffallen, Sie würden aber dennoch unter Symptomen leiden, die einer Schilddrüsenunterfunktion entsprechen.

Auf Grund der sehr komplexen Funktionsweise der Schilddrüse kann es auf sehr unterschiedliche Art und Weise zu Über- oder Unterfunktionen kommen. Es gilt die gesamte Physiologie der Schilddrüse genau zu bedenken, die Werte zu messen und vor allem im engen Kontakt mit der Patientin oder dem Patienten über die Symptome zu sprechen.

Bei der ganzheitlichen Behandlung der Schilddrüse ist es notwendig, Ihr Alter, Ihre Lebenssituation und eventuell auch den restlichen Hormonstatus zu berücksichtigen. Die Schilddrüsenhormone haben einen engen Bezug zu den Sexualhormonen. Bei der Frau ganz besonders, denn die Schilddrüse muss in Zeiten der Schwangerschaft Höchstleistungen vollbringen.

Gerne beraten und unterstützen wir Sie bei der ganzheitlichen Behandlung Ihrer Schilddrüsenerkrankung.